Den Heizungsthermostat richtig einstellen: Temperaturen und Ersparnisse

Der Heizungsthermostat ist einer der einfachsten Hebel, um die Energierechnung zu senken, aber er ist oft schlecht eingestellt: zu warm in den bewohnten Räumen, nachts nicht genug abgesenkt oder an einem Ort installiert, der die Messung verfälscht. Dabei genügen ein paar durchdachte Einstellungen, um Komfort und Sparsamkeit zu verbinden. Hier sind die Referenztemperaturen, die guten Praktiken und die Fallstricke, um das Beste aus Ihrem Thermostat herauszuholen – ob verdrahtet, vernetzt oder einfach mechanisch.

Die empfohlenen Temperaturen Raum für Raum

Wie viel spart man, wenn man die Heizung senkt?

Die oft von Energieorganisationen genannte Größenordnung liegt bei etwa 7 % Ersparnis auf der Heizrechnung pro Grad abgesenkter Temperatur. Das ist ein Durchschnittswert: Die tatsächliche Zahl hängt von der Qualität der Dämmung, der Größe der Wohnung und der Heizungsart ab. Von 21 °C auf 19 °C in den Wohnräumen zu gehen kann also eine Ersparnis von etwa 10 bis 15 % beim Heizanteil bedeuten, ohne nach der Umstellungsphase einen Komfortverlust zu spüren. Achtung allerdings: Diese Größenordnungen setzen vernünftige Temperaturen voraus, keine eiskalten Räume, die zum Einsatz eines energiehungrigen Zusatzheizgeräts verleiten würden.

Die Temperaturabsenkungen programmieren

Eine gute Einstellung beschränkt sich nicht auf einen festen Sollwert: Sie wechselt zwischen Komfort- und Sparphasen. Nachts ist eine Absenkung auf 16–17 °C über 8 Stunden allgemein empfehlenswert. Tagsüber, wenn die Wohnung länger als einige Stunden leer ist, programmieren Sie eine Absenkung auf 16–17 °C in der Sparphase. Mit einem programmierbaren Thermostat schaltet sich die Heizung automatisch 30 bis 60 Minuten vor dem Aufwachen oder der Rückkehr ein, je nach Trägheit des Gebäudes. Bei mehrtägigen Abwesenheiten bevorzugen Sie den Frostschutzmodus (etwa 8 °C): In eine Wohnung mit 8 °C zurückzukehren ist erträglich, und der Wiederanstieg ist schneller als nach einer kompletten Abschaltung, die auch die Wände hat auskühlen lassen.

Die richtigen Einstellungen an einem vernetzten Thermostat

Thermostat und Luftfeuchtigkeit: das richtige Gleichgewicht finden

Ein schlecht gelüftetes Haus sammelt Feuchtigkeit, was ein Kältegefühl erzeugt, das zum Hochdrehen der Heizung verleitet. Lüften Sie jeden Raum 5 bis 10 Minuten pro Tag, auch im Winter, um die Luft zu erneuern, ohne die Wände auskühlen zu lassen. Im Badezimmer aktivieren Sie die kontrollierte Wohnungslüftung und trocknen den Raum nach der Dusche. Die gefühlte Behaglichkeitstemperatur hängt auch von der Luftfeuchtigkeit ab: Bei 45 bis 60 % relativer Luftfeuchtigkeit fühlt man sich bei 19 °C wohl, während dieselbe Temperatur bei zu trockener oder zu feuchter Luft unangenehm erscheint.

Tipp: „Schummeln“ Sie nicht, indem Sie den Thermostat hochdrehen, statt die Dämmung zu verbessern: Jedes zusätzliche Grad kostet etwa 7 % mehr Verbrauch. Bevor Sie mehr heizen, prüfen Sie die Fensterdichtungen, die nachts geschlossenen Rollläden und das Fehlen von Zugluft: Oft sind es diese kleinen Punkte, die ein Kältegefühl erzeugen und den Sollwert hochtreiben.

Die Fehler, die Sie vermeiden sollten

Den Heizungsthermostat richtig einzustellen läuft im Grunde auf drei Handgriffe hinaus: passende Temperaturen für jeden Raum wählen, Absenkungen nachts und bei Abwesenheit programmieren und dafür sorgen, dass der Fühler die Raumtemperatur korrekt misst. Diese Einstellungen, kombiniert mit guter Belüftung und sorgfältiger Dämmung, führen zu echten Einsparungen auf der Rechnung, ohne den Komfort zu beeinträchtigen. Wenn Ihr Thermostat alt oder unpraktisch ist, bleibt sein Austausch gegen ein programmierbares Modell eine der rentabelsten Investitionen der Wohnung.

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