Einen Wechselschalter installieren: die Verdrahtung erklärt

Eine Wechselschaltung erlaubt es, dasselbe Leuchtmittel von zwei verschiedenen Schaltern aus ein- und auszuschalten – ein unverzichtbarer Komfort oben und unten an einer Treppe oder an den beiden Enden eines Flurs. Das Prinzip beruht auf drei Leitungen, die die beiden Schalter verbinden. Dieser Ratgeber erklärt Ihnen das nötige Material, die komplette Verdrahtung und die zu beachtenden Sicherheitsregeln.

Das Prinzip der Wechselschaltung verstehen

Ein klassischer Schalter hat zwei Klemmen (eine Phasenzuführung und eine Lampenrückführung). Ein Wechselschalter hat drei: die gemeinsame Klemme (L oder P) und zwei Wechselklemmen (1 und 2). Die beiden Schalter sind durch zwei als Wechseldrähte bezeichnete Leitungen verbunden. Die Lampe leuchtet, wenn die Phase sie erreicht, was von der Stellung der beiden Schalter abhängt.

Das nötige Material

Tipp: Schalten Sie vor jeder Elektroarbeit den zum Stromkreis gehörenden Leitungsschutzschalter am Verteiler ab und prüfen Sie anschließend mit dem Spannungsprüfer, dass an beiden Klemmen kein Strom anliegt. Diese Prüfung ist keine Option: Sie ist die einzige Möglichkeit, sicher zu arbeiten.

Die Verdrahtung zwischen den beiden Schaltern

  1. Ziehen Sie drei Leitungen zwischen den beiden Dosen: zwei Wechseldrähte und eine Lampenrückführung.
  2. Schließen Sie am ersten Schalter die Phase an die gemeinsame Klemme (L oder P) an.
  3. Verbinden Sie die beiden Wechseldrähte mit den Klemmen 1 und 2 jedes Schalters, auf beiden Seiten in derselben Reihenfolge.
  4. Schließen Sie am zweiten Schalter die Lampenrückführung an seiner gemeinsamen Klemme an.
  5. Verbinden Sie an der Decke die Phase des zweiten Stromkreises und die Lampenrückführung mit dem Lichtpunkt.

Die Reihenfolge der Wechseldrähte ist für die Funktion nicht wichtig, aber es ist ratsam, auf beiden Seiten dieselbe Farbcodierung beizubehalten, für spätere Arbeiten. Alle Verbindungen erfolgen in den Dosen, in geeigneten Klemmen. Die Leitungen müssen auf etwa 10 Millimeter abisoliert und fest angezogen sein, um jede Erwärmung zu vermeiden.

An den Verteiler und die Lampe anschließen

Am Verteiler wird jeder Beleuchtungsstromkreis durch einen Leitungsschutzschalter von 10 oder 16 Ampere geschützt und kann an einen Fehlerstromschutzschalter von 30 mA angeschlossen werden. Schließen Sie die Phase des Stromkreises an die entsprechende Klemme des Leitungsschutzschalters an und verbinden Sie anschließend die Leiter mit den Klemmenleisten. Neutralleiter und Schutzleiter werden an den dafür vorgesehenen Sammelschienen angeschlossen.

Tipp: Um die Stromkreise am Verteiler schnell zu finden, notieren Sie die Nummer des Leitungsschutzschalters auf einem Etikett und zeichnen Sie das Verdrahtungsschema in die Installationsanleitung. Ein klar beschrifteter Verteiler spart Ihnen bei den nächsten Arbeiten wertvolle Zeit.

Die Funktion testen

  1. Setzen Sie die Mechanismen in die Dosen und die Abdeckrahmen wieder ein.
  2. Schalten Sie den Strom am Verteiler wieder ein und testen Sie die Lampe vom ersten Schalter aus.
  3. Schalten Sie vom zweiten Schalter aus ab und dann vom ersten wieder ein, um die Wechselwirkung zu prüfen.
  4. Wiederholen Sie den Vorgang mehrmals: Die Wechselschaltung muss in beide Richtungen funktionieren.
  5. Wenn die Lampe nicht leuchtet, schalten Sie den Strom ab und prüfen Sie die Verbindungen eine nach der anderen.

Die häufigsten Fehler

Ist die Wechselschaltung installiert und getestet, verfügen Sie über eine von zwei Stellen schaltbare Beleuchtung, ohne sichtbare Leitungen und normgerecht. Wenn Ihre Konfiguration drei Schaltstellen erfordert, müssen Sie in der Mitte des Stromkreises einen sogenannten Kreuzschalter hinzufügen. Nehmen Sie sich Zeit, jede Verbindung zu prüfen, und scheuen Sie sich nicht, bei komplexen Konfigurationen einen Elektriker um Rat zu fragen.

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