Einen Bewegungsmelder installieren: außen und innen
Der Bewegungsmelder, auch Präsenzmelder genannt, schaltet die Beleuchtung automatisch ein, sobald eine Person in seinen Erfassungsbereich tritt. Praktisch in einem Flur, einer Garage, im Eingangsbereich oder im Außenbereich erspart er das Suchen nach dem Lichtschalter im Dunkeln und schreckt Eindringlinge ab. Für den Einbau ist ein elektrischer Anschluss mit 230 Volt nötig: Er ist für einen sorgfältigen Heimwerker machbar, sofern der Strom abgeschaltet, die Spannungsfreiheit geprüft und die Verdrahtung korrekt ausgeführt wird. So wählen, installieren und stellen Sie Ihren Bewegungsmelder richtig ein.
Den richtigen Bewegungsmelder wählen
- Der passive Infrarotmelder (PIR): der am weitesten verbreitete; er erkennt die Wärme sich bewegender Körper und verbraucht sehr wenig
- Der Mikrowellen- oder Ultraschallmelder: empfindlich auf Bewegung, dringt durch bestimmte Hindernisse, kann aber Fehlauslösungen verursachen
- Der Erfassungswinkel: je nach Modell 120° bis 180°, abzustimmen auf den Montageort und die zu überwachende Fläche
- Die Reichweite: in der Regel 5 bis 8 Meter, je nach Montage und Montagehöhe
- Im Außenbereich wird mindestens die Schutzart IP44 empfohlen, bei direkter Regenexposition IP55 oder höher
- Der Melder kann im Strahler integriert sein (autonomer Block) oder an einem bestehenden Lichtpunkt angeschlossen werden
So funktioniert ein PIR-Melder
Der passive Infrarotmelder analysiert die Veränderungen der Infrarotstrahlung in seinem Sichtfeld: Das Vorbeigehen einer Person, deren Körperwärme deutlich über der Umgebungstemperatur liegt, löst die Schaltung aus. Er ist so konstruiert, dass er langsame Veränderungen ignoriert (etwa die Sonne, die eine Wand erwärmt), was Fehlalarme im Außenbereich begrenzt. Ein Bewegungsmelder wird in der Regel mit 230 Volt betrieben und schaltet einen oder mehrere Lichtpunkte. Bei der klassischen Verdrahtung sind drei Leiter beteiligt: die Phase, der Neutralleiter und die Lampenrückführung; der Anschluss muss unbedingt dem mitgelieferten Schaltplan folgen.
Die Installation Schritt für Schritt
- Schalten Sie den zugehörigen Leitungsschutzschalter am Verteiler aus und prüfen Sie die Spannungsfreiheit mit einem berührungslosen Spannungsprüfer.
- Machen Sie die drei Leitungen ausfindig: die Zuleitungsphase, den Neutralleiter und die Rückführung zum Leuchtmittel.
- Isolieren Sie die Leiter auf 8 bis 10 mm ab und schließen Sie sie am Melder unter Beachtung der Kennzeichnungen (L, N und Lampenausgang) an.
- Befestigen Sie den Melder in der vom Hersteller empfohlenen Höhe, in der Regel 1,80 m bis 2,50 m über dem Boden für eine gute Reichweite.
- Achten Sie bei der Montage im Außenbereich auf eine dichte Verbindung und verwenden Sie korrekt angezogene Kabelverschraubungen.
- Schalten Sie den Strom wieder ein und testen Sie: Der Melder muss die Beleuchtung auslösen, sobald Sie in den Bereich treten.
- Richten Sie den Melderkopf so aus, dass er die gewünschte Fläche abdeckt, ohne die Straße oder das Nachbarhaus zu erfassen.
Die Einstellungen: Nachlaufzeit, Helligkeit und Empfindlichkeit
- Die Nachlaufzeit: Dauer der Beleuchtung nach der letzten erkannten Bewegung, meist von einigen Sekunden bis 10 Minuten einstellbar
- Die Helligkeitsschwelle (Lux): Der Melder schaltet nachts nur ein, wenn die Umgebungshelligkeit unter einem Schwellwert liegt – sinnvoll im Außenbereich
- Die Empfindlichkeit: reduziert man bei häufigen Fehlauslösungen (Tiere, Bäume)
- Im Innenbereich platzieren Sie den Melder in Bewegungsrichtung und nicht gegenüber einem Fenster, das Wärmeschwankungen verursachen würde
- Prüfen Sie nach der Einstellung das Verhalten unter realen Bedingungen am Abend, wenn die Helligkeit nachlässt
Die häufigsten Fehler
- Ohne Abschalten des Stroms und ohne Prüfung der Spannungsfreiheit arbeiten
- Beim Anschließen den Phasenleiter mit der Lampenrückführung verwechseln
- Einen nicht wasserdichten Innenmelder im Außenbereich installieren
- Den Melder zu niedrig montieren: Reichweite und Erfassungswinkel werden dadurch reduziert
- Inkompatible Leuchtmittel verwenden (manche LED mit geringer Last reagieren am Melder fehlerhaft)
Ein gut gewählter und korrekt installierter Bewegungsmelder bringt Komfort, Sicherheit und Einsparungen: Das Licht brennt nicht mehr versehentlich weiter, und der Außenbereich des Hauses leuchtet automatisch auf, sobald sich eine Person nähert. Entscheidend ist, spannungsfrei zu arbeiten, den Anschlussplan peinlich genau zu befolgen und ein Modell zu wählen, das zum Montageort passt. Wenn Ihr Stromkreis keinen Neutralleiter hat oder Sie beim geringsten Zweifel an der Verdrahtung sind, führt ein Elektriker die Installation in wenigen Dutzend Minuten zu überschaubaren Kosten aus.