Zu Hause Energie sparen: die Gesten, die wirklich funktionieren

In einem französischen Haushalt macht die Heizung im Durchschnitt etwa zwei Drittel der Energierechnung aus, weit vor dem Warmwasser, dem Kochen und dem Strom der Geräte. Hier liegen also die größten Einsparungen, aber auch die einfachsten Gesten. Energie zu sparen bedeutet nicht, in der Kälte zu leben oder alles abzuschalten, was blinkt: Es geht darum, die Positionen anzugehen, die wirklich verbrauchen, und intelligente Einstellungen zu übernehmen. Hier sind die Gesten, die funktionieren, mit realistischen Größenordnungen statt magischer Versprechen.

Die Heizung: der erste Hebel

Die Solltemperatur um ein Grad zu senken, spart in der Regel etwa 7 % beim Heizverbrauch. Von 20 °C auf 19 °C in den Wohnräumen, nachts auf 16-17 °C zu senken und bei Abwesenheit eine Absenkung zu programmieren, wirkt also stärker als alle anderen Gesten zusammen. Den Kessel einmal jährlich warten, die Heizkörper entlüften und die richtige Einstellung der Anlage prüfen zu lassen, gehört zu den rentabelsten Maßnahmen: Ein falsch eingestelltes System verbraucht, ohne etwas zu bringen.

Die Beleuchtung: alles auf LED umstellen

Die Geräte im Standby: eine unsichtbare Verschwendung

Die Geräte im Standby (Fernseher, Internetrouter, Konsolen, angeschlossene Ladegeräte, Geräte mit Uhr) machen in der Regel einige Prozent der Stromrechnung aus, je nach Anzahl der Geräte manchmal mehr. Ihr kumulierter Verbrauch kann einige hundert Kilowattstunden pro Jahr erreichen, also einige Dutzend Euro. Die einfachste Lösung: Die Audio-Video- und Computergeräte an Steckdosenleisten mit Schalter anschließen und abends alles abschalten. Der Internetrouter, der Tag und Nacht läuft, ist oft die erste Position: Je nach Nutzung kann es erwägenswert sein, ihn nachts auszuschalten, wenn Sie keine Festnetztelefonie brauchen.

Die Kälte: Kühlschrank und Gefrierschrank

Das Warmwasser: jeder Liter zählt

Das Erwärmen des Wassers macht in der Regel 10 bis 15 % der Energierechnung einer Wohnung aus. Kürzere Duschen, ein Sparduschkopf, ein Strahlregler an den Wasserhähnen und ein gut eingestellter Warmwasserspeicher (etwa 55 bis 60 °C, weder zu viel noch zu wenig) reduzieren zugleich den Wasser- und den Energieverbrauch. Der Boiler muss gewartet werden: Ein verkalktes Heizelement heizt schlechter und verbraucht mehr. Ist Ihr Speicher sehr alt und liefert wenig Warmwasser, ist der Austausch durch ein besser isoliertes Modell oft rentabel.

Kochen und Waschen: die kleinen Gesten

Tipp: Vergleichen Sie vor einer Investition in ein Gerät den Preis mit dem tatsächlich zu erwartenden Gewinn: Eine LED-Lampe amortisiert sich in wenigen Monaten, ein neuer Speicher in wenigen Jahren. Die kostenlosen Gesten (Thermostateinstellungen, abgeschaltete Standbys, abgedeckte Töpfe) bleiben die rentabelsten, denn sie kosten nichts und erzeugen sofortige Einsparungen, jeden Monat, ganz ohne Risiko.

Die Fehler, die Sie vermeiden sollten

Energie zu Hause zu sparen beruht auf einigen starken Hebeln – der Einstellung der Heizung, der Umstellung auf LED, der Jagd auf Standbys und der Sparsamkeit beim Warmwasser – und auf vielen kleinen Gesten, die sich summieren. Die tatsächlichen Einsparungen variieren je nach Wohnung und Gewohnheiten, aber eine Reduzierung der Energierechnung in der Größenordnung von 10 bis 20 % ist für die meisten Haushalte realistisch, die diese Ratschläge ohne Investition anwenden. Leistungsfähigere Geräte (Isolierung, neuer Kessel) verlängern diese Anstrengung, aber die täglichen Gesten bleiben der erste, kostenlose und unmittelbare Schritt.

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