Die richtigen LED-Lampen wählen: Lumen, Farbtemperatur und Kauftipps

Seit dem Ende der Glühlampen und dann der Halogenlampen in der Europäischen Union ist die LED zum Standard der Haushaltsbeleuchtung geworden. Aber eine LED-Lampe zu wählen verlangt, die eigenen Maßstäbe zu ändern: Die Leistung in Watt sagt nicht mehr viel aus; Sie müssen auf den Lichtstrom in Lumen, die Farbtemperatur in Kelvin und die Farbwiedergabequalität achten. Gut zu wählen bedeutet, in jedem Raum die richtige Atmosphäre zu bekommen und dabei bis zu 80 % weniger Strom zu verbrauchen als eine alte Lampe. Hier sind die wesentlichen Orientierungspunkte.

Die Lumen ersetzen die Watt

Das Lumen (lm) misst den Lichtstrom, also die tatsächlich abgegebene Lichtmenge, während das Watt die aufgenommene Leistung misst. Eine LED erzeugt viel mehr Licht für viel weniger Energie: Deshalb vergleicht man Lampen heute über ihre Lumen-Zahl statt über ihre frühere Leistung. Hier sind die üblichen Entsprechungen, um den Glanz einer klassischen Lampe zu erreichen:

Die Farbtemperatur: warmweiß oder kaltweiß?

Die Farbtemperatur, ausgedrückt in Kelvin (K), beschreibt den Farbton des Lichts und nicht seine physikalische Wärme. Sie beeinflusst die Atmosphäre eines Raums stark. Man unterscheidet drei große Familien, vom wärmsten zum lebhaftesten:

Der Farbwiedergabeindex (CRI)

Der Farbwiedergabeindex (CRI), auf 100 notiert, gibt an, wie naturgetreu eine Lichtquelle die Farben im Vergleich zum natürlichen Licht wiedergibt. Ein Wert von etwa 80 ist für den üblichen Gebrauch akzeptabel, aber für das Badezimmer, die Küche oder das Lesen bevorzugen Sie einen CRI über 90: Die Farbtöne von Lebensmitteln, Kleidung und Haut werden dann natürlich wiedergegeben. Das ist besonders wichtig, wenn Sie Beleuchtung und Dekoration kombinieren: Eine LED mit niedrigem CRI verfälscht die Farben der Wände und Stoffe.

Die anderen Kriterien: Sockel, dimmbar und Lebensdauer

Warum die LED am sparsamsten ist

Eine 9-W-LED, die eine 60-W-Lampe ersetzt, verbraucht bei gleicher Beleuchtung etwa 80 % weniger und hält zigmal länger. Bei einer Lampe, die 3 Stunden täglich brennt, bleibt der Jahresgewinn pro einzelner Lampe bescheiden, wird aber bedeutsam, wenn man die gesamte Beleuchtung des Hauses ersetzt, insbesondere Strahler, die lange laufen. Die LED enthält kein Quecksilber, anders als die früheren Kompaktleuchtstofflampen, und erwärmt sich kaum: Sie heizt den Raum im Sommer nicht auf und birgt nach einigen Minuten Brenndauer keine Verbrennungsgefahr bei Berührung.

Tipp: Um ein Etikett richtig zu lesen, achten Sie zuerst auf die Lumen-Zahl, dann auf die Farbtemperatur in Kelvin, dann auf den CRI. Vermeiden Sie es, mehrere verschiedene Marken für denselben Raum zu kaufen: Die leichten Farbtonabweichungen zwischen den Herstellern fallen an der Decke auf. Und wenn Ihre GU10-Strahler flackern oder brummen, prüfen Sie die Kompatibilität mit Ihrem Dimmer, bevor Sie die Lampe wechseln.

Die Fehler, die Sie vermeiden sollten

Die richtigen LED-Lampen zu wählen bedeutet also, das Etikett richtig zu lesen: Lumen für die Lichtmenge, Kelvin für die Atmosphäre, einen Farbwiedergabeindex für die Naturtreue und einen zur Leuchte passenden Sockel. Mit diesen vier Orientierungspunkten schaffen Sie in jedem Raum eine zugleich angenehme und sparsame Beleuchtung, zu geringen Anschaffungskosten und mit einer Lebensdauer von mehreren Jahren. Alte Lampen, auch quecksilberhaltige Kompaktleuchtstofflampen, gehören zum Wertstoffhof oder zum Sammelpunkt Ihres Baumarkts.

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