Eine Fassade reinigen, ohne sie zu beschädigen: der komplette Ratgeber
Eine schmutzige Fassade ist ein Haus, das alt und vernachlässigt wirkt: grünes Moos, Verschmutzungsspuren, Verschmutzungen am Fuß der Wände oder in der Nähe der Fallrohre. Seine Fassade zu reinigen ist als Heimwerker durchaus möglich, aber man muss die richtige Methode wählen. Eine falsche Reinigung, insbesondere mit zu hohem Druck, kann Putz, Kratzputz oder Fugen irreparabel beschädigen. Es ist also besser, nachzudenken, bevor man handelt.
Die Wandverkleidung Ihrer Fassade identifizieren
Die Reinigungsmethode hängt vor allem vom Material ab. Ein klassischer Gips- oder Kalkputz, ein Spritzputz, Naturstein, Ziegel, Holz oder auch Verbundfassadenplatten lassen sich nicht auf dieselbe Weise reinigen. Als Faustregel gilt: Je weicher und poröser der Untergrund, desto sanfter muss man sein. Eine ungeeignete Reinigung kann den Stein zerkratzen, den Kratzputz ablösen oder Wasser hinter die Verkleidung dringen lassen.
Die verschiedenen Reinigungstechniken
- Besen und Seifenwasser: die sanfteste Methode, ideal für leichte Verschmutzungen und empfindliche Putze. Verwenden Sie ein neutrales Reinigungsmittel oder verdünnte Schmierseife.
- Der Hochdruckreiniger: effektiv bei hartnäckigen Verschmutzungen, aber gefährlich. Überschreiten Sie in der Regel nicht 100 bar und halten Sie die Lanze mindestens 30 cm von der Wand entfernt.
- Die Reinigung mit weicher Bürste und Kalk: Für Kalkstein und traditionelle Putze respektiert ein manuelles Bürsten den Untergrund besser.
- Die spezifischen Anti-Grünbelag- und Anti-Moos-Produkte: für Wände, die nach Norden oder im Schatten ausgerichtet sind und schnell vergrünen.
- Das Sandstrahlen oder das sanfte Strahlen: Fachleuten vorbehalten für eingebrannte Verschmutzungen, einem Spezialisten anzuvertrauen.
Die Schritte einer sanften Reinigung
- Wählen Sie einen trockenen und windstillen Tag: Eine Reinigung bei Regen wäre nutzlos, und der Wind verteilt die Spritzer auf Fenster und Nachbarn.
- Schützen Sie die empfindlichen Teile: Fenster, Rollläden, Briefkästen und eventuelle Außensteckdosen, mit Planen oder Plastikfolie.
- Beginnen Sie mit einem trockenen Abkehren, um Erde und Blätter zu entfernen, die sich am Fuß der Wand angesammelt haben.
- Tragen Sie die Seifenlösung von unten nach oben auf, um Schlieren zu vermeiden, lassen Sie sie einige Minuten einwirken und spülen Sie anschließend von oben nach unten.
- Wenn Sie einen Hochdruckreiniger verwenden, testen Sie zuerst an einer wenig sichtbaren Stelle und halten Sie einen Abstand und einen flachen Winkel ein, um den Putz nicht abzulösen.
- Spülen Sie reichlich und lassen Sie trocknen, bevor Sie eine Hydrophobierung oder ein Antipilzmittel in Erwägung ziehen.
Die Problemzonen reinigen
Grüne Moosflecken behandelt man in der Regel mit einem verdünnten Antipilzmittel, das einwirken gelassen und dann abgespült wird. Rostspuren, die unter Metallelementen (Halterungen, Geländer) herunterlaufen, können eine spezielle Behandlung erfordern. Und wenn Ihre Fassade Risse, Putzabplatzungen oder hohle Zonen aufweist, reicht das Reinigen nicht: Sie müssen zuerst den Untergrund reparieren, idealerweise mit einem passenden Ausgleichsputz.
Was kostet eine Fassadenreinigung?
Selbst gemacht kostet die Reinigung einer durchschnittlichen Fassade nur ein paar Dutzend Euro: ein zu mietender Hochdruckreiniger (15 bis 40 € pro Tag je nach Modell), ein Antipilzmittel (10 bis 25 €) und einige Accessoires. Wenn Sie lieber delegieren, liegt die Fassadenreinigung durch einen Fachmann in der Regel zwischen 5 und 15 € pro m² je nach Methode und Gebäudehöhe, oft mit einer Behandlung inklusive. Das ist eine sinnvolle Option für hohe Häuser oder stark verschmutzte Fassaden, wo das Spezialmaterial den Unterschied macht.
Die häufigsten Fehler
- Den Hochdruckstrahl direkt auf Fugen und Kanten richten: Sie graben Rillen in einen bereits fragilen Untergrund.
- Säure oder ein aggressives Reinigungsmittel verwenden, ohne es an einer versteckten Stelle getestet zu haben: Das kann den Stein verfärben und die umliegende Vegetation abtöten.
- Eine Fassade in schlechtem Zustand reinigen, mit sich ablösenden Putzen: Sie verschlimmern die Schäden.
- Lassen Sie das Wasser während der Reinigung hinter die Fensterrahmen eindringen: Schützen Sie systematisch den Fensterbereich.
- Glauben, dass eine jährliche Reinigung genügt: Ein Antipilzmittel am Saisonende und eine Kontrolle der Fallrohre verlängern das Ergebnis dauerhaft.
Nach der Reinigung: die Fassade schützen
Eine saubere Fassade verschmutzt weniger schnell, wenn sie geschützt ist. Eine Hydrophobierung, auf sauberen und trockenen Putz oder Stein aufgetragen, verhindert das Eindringen von Wasser und begrenzt die Verschmutzung: Rechnen Sie mit rund dreißig Euro, um ein durchschnittliches Haus zu behandeln, und erneuern Sie je nach Produkt alle fünf bis zehn Jahre. Für Wände, die schnell vergrünen, verlängert ein algizides Produkt als Abschluss ebenfalls die Haltbarkeit des Ergebnisses.
Seine Fassade zu reinigen verlangt vor allem Maß: Wählen Sie eine zum Untergrund passende Methode, arbeiten Sie bei trockenem und windstillem Wetter, setzen Sie den Druck sparsam ein und schützen Sie die empfindlichen Elemente. Eine saubere und behandelte Fassade ist ein schöneres Haus, ein Schutz vor Feuchtigkeit und ein Wert, der erhalten bleibt. Im Zweifel über einen fragilen Untergrund oder eingebrannte Verschmutzungen bleibt ein Fachmann für Fassadenreinigung die sicherste Lösung.