Einen Außenwasserhahn installieren: die Wand durchbohren und an die Wasserzuleitung anschließen
Ein Außenwasserhahn verändert das Leben: den Garten bewässern, das Auto waschen oder die Terrasse reinigen, ohne einen langen Schlauch durch das Haus zu ziehen. Seine Installation erfordert das Durchbohren einer Wand und den Anschluss an eine bestehende Wasserzuleitung, oft im Keller, in der Garage oder im WC. Das ist ein Sanitärprojekt für einen sorgfältigen Heimwerker, sofern einige goldene Regeln beachtet werden: das Wasser schließen, sauber bohren und die Abdichtung prüfen. Rechnen Sie mit einem Tag und einem Budget von 30 bis 100 Euro für den Hahn, das T-Stück, das Ventil und die Verbindungsstücke.
Seinen Außenwasserhahn wählen
- Der Standard-Entnahmhahn: einfach, mit 1/2- oder 3/4-Zoll-Gewinde, für gelegentliche Nutzung
- Der Frostschutzhahn: mit einer Kappe, die das Wasser im Inneren der Wand absperrt, in kalten Regionen zu bevorzugen
- Der Wandhahn mit integriertem Absperrventil, praktischer für die Wartung
- Der Ausgang mit Schnellkupplung oder Standardgewinde, je nach Ihrem Gartenschlauch
- Das Modell mit integriertem Sieb, das das Gewinde vor Verunreinigungen schützt
Der Frostschutzhahn ist eine besonders kluge Wahl, wenn die durchbohrte Wand den Hahn dem Frost aussetzt: Sein System sperrt das Wasser beim Schließen im warmen Teil der Wand ab und verhindert das Bersten des Hahnenkörpers durch die Kälte. Wenn Ihre Region regelmäßig friert, entscheiden Sie sich für dieses Modell oder installieren Sie ein Innen-Absperrventil und entleeren Sie die Leitung vor dem Winter. Das Standardgewinde von 1/2 Zoll passt zu den meisten Gartenschläuchen: Prüfen Sie jedoch das Gewinde Ihres Anschlusses, um Überraschungen beim ersten Anschluss zu vermeiden.
Das nötige Material
- Schlagbohrmaschine, Betonbohrer oder Maurerbohrer mit passendem Durchmesser, eventuell zuerst ein feinerer Bohrer
- Hammer, Meißel und bei Bedarf eine Abisolierzange
- Anschluss-T-Stück, Absperrventil und passende Verbindungsstücke für Ihre Rohrleitung
- PTFE-Band oder Dichtungsmasse für die Gewinde
- Wasserwaage, Bleistift, Zollstock und Gabelschlüssel
- Eimer, Lappen und Silikon für die Abdichtung des Durchgangs in der Wand
Die Wand sauber durchbohren
- Wählen Sie den Platz: in angenehmer Höhe (etwa 50 bis 80 cm über dem Boden) und abseits von Durchgangswegen.
- Prüfen Sie auf beiden Seiten der Wand, dass an der Bohrstelle kein Kabel, kein Rohr und keine Leitung verläuft.
- Markieren Sie die Mitte des künftigen Lochs und bohren Sie zuerst mit einem feinen Bohrer und dann mit dem Enddurchmesser, mit leichtem Gefälle nach außen.
- Führen Sie den Hahn oder sein Verlängerungsstück durch das Loch, wobei der Gewindeteil nach innen zeigt.
- Richten Sie den Hahn mit der Wasserwaage aus und verschließen Sie den Raum um das Rohr mit Silikon oder Bauschaum.
An die Wasserzuleitung anschließen
- Schließen Sie die Hauptwasserzuleitung des Hauses und öffnen Sie einen Hahn, um die Leitungen zu entleeren.
- Suchen Sie einen Anschlusspunkt an der bestehenden Rohrleitung, vorzugsweise nach dem Wasserzähler und dem Hauptventil.
- Setzen Sie ein T-Stück auf das Rohr, wählen Sie es mit demselben Durchmesser wie Ihre Leitung.
- Installieren Sie ein separates Absperrventil zwischen T-Stück und Außenhahn, um diesen Stromkreis isolieren zu können.
- Schließen Sie das Verlängerungsstück oder den Hahn an das Gewinde an, indem Sie das PTFE-Band in Gewinderichtung wickeln.
- Öffnen Sie langsam das Hauptventil und prüfen Sie die Abdichtung aller Verbindungen.
- Lassen Sie das Wasser einige Minuten laufen und kontrollieren Sie jede Verbindung mit einem trockenen Tuch.
Die Abdichtung prüfen
Die Abdichtung wird in beide Richtungen geprüft: innen und außen. Innen öffnen Sie das Hauptventil langsam und untersuchen Sie T-Stück, Absperrventil und Gewinde; ein austretender Tropfen bedeutet, dass das PTFE-Band unzureichend oder schlecht angebracht ist. Außen öffnen Sie den Hahn und prüfen das Gewinde auf der Schlauchseite sowie den Bereich um den Wanddurchgang, der trocken bleiben muss. Wenn ein Leck auftritt, schließen Sie das Wasser, demontieren die Verbindung und erneuern die Abdichtung mit neuem Band. Lassen Sie niemals ein Leck bestehen: Auch ein leichtes verschlimmert sich mit der Zeit.
Die häufigsten Fehler
- Vergessen, vor der Arbeit an der Rohrleitung die Hauptwasserzuleitung zu schließen – Ursache von Wasserschäden
- In einer Zone bohren, in der ein Kabel oder Rohr verläuft, weil die vorherige Prüfung fehlt
- Ein T-Stück an eine unter Druck stehende Leitung setzen, ohne vorgeschaltetes Absperrventil
- Zu viel PTFE-Band verwenden, das das vollständige Anziehen der Gewinde verhindert
- Einen Hahn ohne Frostschutz in einer Region wählen, in der Frost häufig ist
Einen Außenwasserhahn zu installieren ist ein konkretes Projekt, das vor allem beim Anschluss und bei der Abdichtung Sorgfalt verlangt. Ob Ihre Rohrleitung aus Kupfer, PE-RT oder Stahl besteht, das Prinzip bleibt dasselbe: das Wasser schließen, ein T-Stück setzen, ein Absperrventil hinzufügen und den Hahn anschließen. Wenn Sie nie Kupfer gelötet haben oder Ihre Leitungen alt und schwer zugänglich sind, beauftragen Sie einen Installateur: Ein Leck hinter einer Wand oder im Keller kann erhebliche Schäden verursachen. Bei einer einfachen Installation wird ein gewissenhafter Heimwerker das Projekt an einem Tag abschließen und das ganze Jahr über einen praktischen Außenwasserhahn genießen.